Was ist Sponsored Brands Video?

Sponsored Brands Video (SBV) ist das Video-Format innerhalb der Sponsored Brands Kampagnen. Das Video startet automatisch und stumm, sobald es im sichtbaren Bereich der Suchergebnisse erscheint, und belegt ein eigenes Placement mitten auf der Seite. Ein Klick führt auf die Produktseite oder in den Brand Store. Abgerechnet wird wie bei allen Sponsored Ads per Cost-per-Click, Voraussetzung ist die Brand Registry.

Warum das Format so stark ist

Eigenes Placement, weniger Konkurrenz. Um den Video-Slot konkurrieren nur Werbetreibende mit Video-Material. Das sind deutlich weniger als im Keyword-Wettbewerb der Standard-Placements. In vielen Nischen sind die CPCs deshalb moderater, als man bei dem Format erwarten würde.

Aufmerksamkeit durch Bewegung. Die Klickrate von SBV liegt in der Praxis regelmäßig über der von Sponsored Products auf denselben Keywords. Das Auge bleibt an Bewegtbild hängen, besonders auf Mobilgeräten, wo das Video fast die volle Bildschirmbreite einnimmt.

Produkt erklärt sich selbst. Für Produkte, deren Nutzen ein Bild nicht transportiert (Anwendung, Größe, Mechanik), verkauft ein 20-Sekunden-Video mehr als jede Bullet-Point-Liste.

Specs und Anforderungen

  • Länge: 6 bis 45 Sekunden, empfohlen sind 15 bis 30 Sekunden
  • Format: 16:9, mindestens 1280 × 720 Pixel, MP4 oder MOV
  • Ton: optional, das Video startet stumm und muss ohne Ton verständlich sein
  • Loop: das Video wiederholt sich automatisch, harte Schnitte am Ende vermeiden
  • Text-Overlays: groß genug für mobile Screens, wichtige Inhalte nicht an den Rändern platzieren

Die 2-Sekunden-Regel

Das Produkt gehört in die ersten 2 Sekunden ins Bild. Kein Logo-Intro, kein Stimmungsaufbau, keine Markengeschichte. Wer scrollt, entscheidet in unter einer Sekunde, ob er hängen bleibt. Ein Video, das erst bei Sekunde 5 das Produkt zeigt, hat den Klick da längst verloren.

Optimierungs-Hebel

1. Keywords aus den Sponsored-Products-Gewinnern übernehmen. SBV braucht keine eigene Keyword-Recherche. Die Suchbegriffe, die in Sponsored Products profitabel konvertieren, sind die Startliste für die Video-Kampagne.

2. Ein Produkt pro Video. Das Format verkauft ein konkretes Produkt zu einer konkreten Suchanfrage. Marken-Imagefilme mit fünf Produkten verwässern die Relevanz und die Conversion.

3. Ohne Ton texten. Kernbotschaften als kurze Text-Overlays einblenden. Wer den Nutzen nur über Voice-over transportiert, erreicht die stumme Mehrheit nicht.

4. Loop-freundlich schneiden. Anfang und Ende so bauen, dass die Wiederholung nicht stört. Der zweite Durchlauf ist oft der, in dem geklickt wird.

5. Video-Material mehrfach nutzen. Dasselbe Video funktioniert im Brand Store, auf der Produktseite und in der Anzeige. Die Produktionskosten verteilen sich auf drei Einsatzorte.

Häufige Fehler

Den TV-Spot recyclen. Ein Spot, der für Ton und großen Bildschirm produziert wurde, scheitert stumm im Suchergebnis-Feed. SBV braucht eigens geschnittenes Material.

Logo-Intro vorne. Die teuersten 2 Sekunden des Videos an das Logo zu verschenken ist der häufigste Einzelfehler im Format.

Zu breites Targeting. SBV auf generische Ein-Wort-Keywords zu schalten verbrennt Budget. Das Format gehört auf die Suchbegriffe, bei denen das Produkt nachweislich konvertiert.

Video einmal produzieren und nie testen. Zwei Schnittvarianten gegeneinander laufen lassen kostet wenig und zeigt schnell, welcher Einstieg die Klicks holt.

Verwandte Begriffe

  • Sponsored Brands: die Kampagnenart, zu der das Video-Format gehört
  • Brand Store: alternatives Klickziel und zweiter Einsatzort für das Video-Material
  • CTR: die Kennzahl, in der SBV fast immer vorne liegt
  • CPC: das Abrechnungsmodell hinter dem Format

Kurz zusammengefasst: Sponsored Brands Video ist das Video-Anzeigenformat in der Amazon-Suche: Autoplay, stumm, eigenes Placement, CPC-Abrechnung. Produkt in den ersten 2 Sekunden zeigen, ohne Ton verständlich texten, Keywords aus den Sponsored-Products-Gewinnern übernehmen. In vielen Accounts das Format mit der besten Klickrate.